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Der ZANTHO-Jahrgang 2010 *** (*)

Der Jahrgang 2010 war eine enorme Herausforderung für uns – ein generell kühleres Jahr brachte die mengenmäßig kleinste Ernste seit unserem Bestehen – die Qualität der Weine ist ob unserer strengen Selektion aber mehr als zufriedenstellend! Freuen Sie sich auf knackige Weine mit unglaublich tiefer Frucht bei moderatem Alkohol!

Ein schneereicher und kalter Winter hat 2010 lange Halt im Seewinkel gemacht. Erst Mitte Februar beginnt der Schnee zu schmelzen und pünktlich zu Märzbeginn hält die wärmende Frühlingssonne Einzug in Andau. Nach einem erneuten kurzen Schneeschauer um den 10. März kehrt dann endgültig der Frühling ein und die Vegetation in unseren Weingärten kommt so richtig in Fahrt. Mitte April beginnen die Knospen dann zu schwellen und aufzubrechen, warme Tage und Frühlingsregen bieten optimale Konditionen für einen sehr frühen Austrieb. Aber nicht nur in Andau regt sich die Natur, auch in anderen Teilen Europas kommt sie in Schwung – der Ausbruch des unaussprechlichen Vulkanes Eyjafjallajökull in Island legt die halbe Welt lahm während unsere Reben fleißig weiterwachsen.

Anfang Mai sind schon Triebe mit 10cm Länge zu beobachten, einige warme Maigewitter treiben das Wachstum kräftig voran und die Natur gedeiht und sprießt rundherum im Seewinkel. Mitte Mai markieren die „Eisheiligen“ dann eine erste Wende – die zweite Monatshälfte bleibt kühl und die Vegetation in den Weingärten verlangsamt sich. Die Triebe entwickeln sich unterschiedlich und Anfang Juni bedrohen Stürme und Hagelgewitter unsere Weingärten im Seewinkel. Wir kommen mit einem blauen Auge davon, nur kleine Teile unserer Rebanlagen werden vom Hagel beschädigt.

Um den 10. Juni dann prächtig warmes Juniwetter bis fast an die 30°C rechtzeitig zum Blütebeginn – sehr trockenes und fast heißes Wetter bietet optimale Bedingungen für eine gut verlaufende Blüte. Mitte Juni dann warmes und regnerisches Wetter – leider optimales „Schwammerlwetter“ – der Infektionsdruck für die noch jungen Trauben steigt. Nun ist es enorm wichtig die richtigen Schritte zu setzen – erste Spritzungen mit Schwefel und Kupfer gegen Mehltau erfolgen und vor allem müssen nun die Laubwände rasch gelichtet werden, damit vermehrte Luftdurchfuhr die Trauben rasch trocknen kann. Der Juni geht relativ kühl zu Ende, Der Juli zeigt sich dann aber sommerlich heiß und schwül mit Temperaturen jenseits der 30°C, die Reben wachsen fleißig dahin aber der Infektionsdruck nimmt aufgrund regelmäßiger Sommergewitter nicht wirklich ab. Mitte Mai dann der Umbruch - es wird kühl. Die Trauben beginnen umzufärben und pünktlich zur Augustmitte zieren bereits wunderschöne rote Trauben unsere Weingärten. Mitte August sind klare Anzeichen eines frühen Herbstes zu erkennen – kühle Nächte die gut für die Fruchtausprägung der Trauben sind und Morgennebel kündigen einen nahenden Wechsel der Jahreszeit an. Der Monat geht kühl und relativ feucht zu Ende, wir hoffen auf einen warmen September für eine optimale Ausreife unserer Trauben. Der Monat beginnt weiterhin kühl aber mit stabilem Wetter und so beginnen wir unsere Lese am 7. September im langjährigen Schnitt mit den eher dünnschaligen Burgundersorten. Einigermaßen überrascht ob der unerwartet guten Zuckergrade ging die Lese dann ohne Verzögerung mit Muskat und Sauvignon weiter gefolgt von Zweigelt und Grünem Veltliner weiter. Nach einer kurzen Unterbrechung können wir Anfang Oktober unseren Blaufränkisch einbringen und die Haupternte rechtzeitig vor den heftigen Regenfällen Mitte Oktober abschließen. Ende Oktober gibt es dann noch eine Premiere, wir lesen eine Beerenauslese vom Traminer die Großes erwarten lässt und eine grandiose Trockenbeerenauslese von der Scheurebe. In der Nacht vom vierten auf den fünften Dezember hält noch Väterchen Frost im Seewinkel Einzug und wir können bei unglaublichen -19°C noch einen grandiosen Veltliner-Eiswein pünktlich zum Krampus einbringen!

Die Qualität der heurigen Weine gibt wirklich Grund zur Freude, wäre da nicht der Wermutstropfen der kleinsten Ernte seit über 20 Jahren zu schlucken. Wir haben aufgrund des generell moderaten Jahrgangsverlaufes und auch aufgrund der deswegen doppelt strengen Traubenselektion ein Minus von 30-40% der Erntemenge zu verzeichnen – besonders der St. Laurent und Pinot sind von starken Einbußen betroffen - teilweise konnten wir nur 3.000kg/ha einbringen.

Die Jungweine zeigen aufgrund des kühlen Vegetationsverlaufes eine ausgesprochen knackige Frucht verbunden mit lebendiger Säure. Die Weißweine des Jahres gehören ohne Zweifel zu den besten Weinen die wir je gelesen haben! Sie strotzen vor Frucht und zeigen eine tolle Frische und Harmonie bei ausgeglichenem Alkohol – die idealen Weine für den kommenden Sommer! Unsere Roten zeigen sich ebenfalls schlanker als gewohnt, mit jugendlicher Frucht und feinem Duft! Wir erwarten elegante Weine, die viel Trinkvergnügen bei mittlerem Lagerpotential bieten werden!

 

 

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