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Der Zantho Jahrgang 2013 ****

 

Der Winter verabschiedete sich heuer außergewöhnlich spät, in vielen Regionen Österreichs gab es „weiße Ostern“ und das Jahr zählt in vielen Regionen zu den schneereichsten der Geschichte. Erst gegen Ende April trieben unsere Reben aus und wir stellten uns gleich zu Beginn auf ein spätes Jahr ein. Das Frühjahr fiel praktisch ins Wasser und war von anhaltenden Regenfällen bei gleichzeitig kühlen Temperaturen geprägt, der Grundwasserspiegel konnte sich erholen und wichtige Wasserreserven aufbauen. Die Blüte war von einiger Verrieselung gekennzeichnet und so war die Erntemenge auch schon früh begrenzt.

 

Mitte Juni startete der Sommer dann mit einem Paukenschlag – sehr warmes, trockenes und stabiles Wetter ließ das Wachstum unserer Reben förmlich „explodieren“ und wir kamen mit den Arbeiten im Weingarten kaum nach. War die erste Jahreshälfte von Feuchte gekennzeichnet, so hatten wir von Ende Juni bis Ende August knapp neun Wochen ohne nennenswerten Niederschlag zu verzeichnen. Knapp 40 Hitzetage mit Temperaturen von weit über 30°C machten uns und unseren Reben extrem zu schaffen. Warme Winde führten zu starker Trockenheit und der August brachte dann zur Freude aller Badegäste in Andau Rekordtemperaturen von bis zu 40°C - der langjährige Hitzerekord in Österreich fiel in diesem Sommer. Die Reben stellen bei solchen Extremtemperaturen das Wachstum ein und stecken alle Energie schlichtweg ins Überleben. Ende August dann endlich die Erlösung – ausgiebiger Regen und Abkühlung ließen unsere Reben durchatmen und wir konnten die Hauptlese bei stabilem Lesewetter bereits am 14. September beginnen.

 

Vollreife und gesunde Trauben von Sankt Laurent, Pinot Noir und Muskat, gefolgt von Zweigelt, Grüner Veltliner, Welschriesling und Sauvignon Blanc konnten mit großartigen Zuckerwerten eingebracht werden. Mit nur kurzem Abstand konnten wir dann auch noch unseren Blaufränkisch mit großartiger Reife in den Keller bringen und die Lese war bereits per Mitte Oktober abgeschlossen. Unsere heurigen Mühen wurden wie bereits angekündigt von einer großartigen Scheurebe TBA gekrönt und im Jänner 2014 konnten wir das neue Jahr noch mit einer Minimenge Eiswein  feiern.

 

Zusammenfassend bleibt zu bemerken, dass die extremen Temperaturen den Rebstöcken alles abverlangt haben und sehr charaktervolle Weine hervorgebracht wurde. Die Weißweine des Jahres 2013 springen förmlich aus dem Glas und begeistern mit frischen Fruchtnoten und Finesse. Die Rotweine sind durch die optimale Kombination aus einem kühlen Start im Frühjahr verbunden mit heißen Sonnenstunden im Sommer sehr würzig und zeigen den jeweiligen Sortencharakter sehr klar.