Der ZANTHO-Jahrgang 2012 ****(*)

 

Der Winter verabschiedet sich Mitte Februar mit eisigen Temperaturen um die -15°C. Der Frühling ringt mit der kalten Jahreszeit und Sonne und Schneetreiben wechseln sich fortlaufend ab. Erst Ende März setzt sich die Sonne durch und der Austrieb der Reben schreitet bei unüblich warmen 20°C für die Jahreszeit voran. April zeigt sich anfangs relativ kühl doch Ende des Monats dann gleich wieder ein Sprung in hochsommerliche Temperaturen bis an die 30°C - das Wetter spielt dem April gemäß verrückt! Sehr warme Tage und kühle Nächte charakterisieren den Wonnemonat Mai, einiger Niederschlag kommt genau richtig um Austrieb und optimales Wachstum zu gewährleisten. Die Eisheiligen gehen erfrischend kühl vorbei und die Frostgefahr galt als gebannt, doch dann zeigt die Natur Ihre Launen: Die Nacht auf den 18. Mai war extrem kalt – unsere Reben zitterten vor Kälte und die gesamte Winzerschaft Österreichs mit ihnen. In einigen tiefen Lagen haben wir Schäden zu verzeichnen, insgesamt kommen wir aber mit einem blauen Auge davon. Unsere Aufzeichnungen zeigen seit fast 70 Jahren keinen so späten Frost mehr!

 

Die Blüte verläuft dann Ende Mai aufgrund des Frostes unregelmäßig und zieht sich in die Länge - doch dann die Erlösung: der Juni zeigt sich von seiner schönsten Seite warm und ausgeglichen mit sommerlichen Temperaturen. Juli setzt wie der Vormonat mit sehr heißen Temperaturen fort – das Thermometer zeigt 38°C und mehr – unsere Reben schwitzen und wir mit Ihnen! Schon Anfang August färben die meisten Trauben um und auch der August zeigt sich von seiner sonnigen und sehr warmen Seite!

 

Bereits am 20. August werden die ersten Trauben vom Sankt Laurent und Pinot Noir mit Rekordzuckerwerten eingebracht. Das Wetter bleibt stabil und warm und die Lese kann zügig und ohne große Unterbrechungen eingebracht werden. Durch die lange anhaltende Hitze und Trockenheit zeigen die Trauben sehr hohe Zuckerwerte – doch Zucker ist nicht alles! Um eine optimale Qualität zu gewährleisten muss auch die physiologische Reife passen, gleichzeitig durfte man nicht zu lange Zuwarten um die Säure nicht zu verlieren – Fingerspitzengefühl war gefragt.

 

Am 27. September konnten wir die Hauptlese 2012 mit wunderschönen Blaufränkisch-Trauben rekordverdächtig früh wie schon 2003 abschließen und unsere heurigen Mühen wurden Anfang Dezember mit einer langersehnten Trockenbeerenauslese von der Scheurebe gekrönt - nach vier Jahren Pause nun endlich wieder flüssiges Gold von der Scheurebe!

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