Der ZANTHO-Jahrgang 2016 ***(*)

Der Austrieb 2016 begann im Seewinkel sehr früh nach Ostern und einem sehr wechselhaften Winter mit einem ständigen Auf und Ab der Temperaturen. Schon Mitte April sind die Reben deutlich entwickelt und es blüht im sonnigen Seewinkel – ein vermeintlich perfekter Start ins neue Jahr mit rund zwei Wochen Vorsprung. Vermeintlich – denn von 27. bis 29. April hatten wir in Österreich und weiten Teilen Europas Frostnächte zu verzeichnen die einen Teil der Ernte schädigten. Die erste Frostnacht konnten wir dank einer aufziehenden Wolkendecke in den frühen Morgenstunden mit nur unwesentlichen Frostschäden überstehen, auch die zweite Nacht haben wir in Andau noch recht gut überstanden, aber dann kam die Nacht des 29. April welche die große Mehrheit unserer jungen Reben mit Temperaturen bis auf – 2.8°C vernichtete. Die Tage danach waren von großer Niedergeschlagenheit und Resignation gekennzeichnet – gemeinsam mit unseren Reben ließen wir die sSpätfrost mehr im Seewinkel und nur die älteren Semester konnten sich noch an vergleichbare Frostschäden Anfang der 60er Jahre erinnern!

In den Tagen nach den Frösten war es nun wichtig mit extrem konsequenter Arbeit das Pflanzenwachstum und die Regeneration der Rebstöcke so gut es ging wieder anzukurbeln und zu unterstützen. Durch das Abfrieren der langen Triebspitzen bildeten sich vermehrt buschige Triebe mit Geiztrauben die wir ausbrechen mussten um dann eine gleichmäßige Reife der verbliebenen Trauben zu erzielen. Glücklicherweise zeigte sich Mutter Natur dann im Mai versöhnlich und ausgiebiger Regen und milde Temperaturen halfen den Reben sich rasch zu erholen und das Wachstum voranzutreiben. Anfang Juni dann die mit Spannung erwartete Blüte die sehr gut verlief und mehr Gescheine brachte als vorab befürchtet. Der Sommer zeigte sich mit wechselnden Temperaturen, zahlreichen heißen Tagen samt Gewittern aber auch kühlen Nächten, was perfekt für die Ausbildung der Aromen in den Trauben ist. Gegen Ende August wurden wir dann in Form eines sehr stabilen, trockenen und warmen Sommerausklangs von der Natur beschenkt.

Die Lese 2016 war heuer durch die geringere Erntemenge von letztendlich knapp – 50% sehr rasch bei perfekten Erntebedingungen per 30. September eingebracht. Der schöne Spätsommer verbunden mit der kleineren Erntemenge hat die Qualität nicht nur gerettet, sondern noch einmal nach oben korrigiert und wir freuen uns über einen qualitativ sehr guten Jahrgang.

Die Weißweine des Jahres 2016 zählen bestimmt zu den besten Jahrgängen die wir je eingebracht haben – nervig frisch mit tollem Fruchtschmelz vereinen Sie Reife mit frischen Noten und sind lange anhaltend am Gaumen. Die ersten Rotweine zeigen sich mit sehr klarer und ausgeprägter Frucht, viel Schmelz und feiner Würze. Aufgrund der kleinen Ernte war es uns heuer nicht möglich Süßweine zu ernten.

 

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