Der ZANTHO-Jahrgang 2020 ***(*)

Der   Winter   war   ausgesprochen   trocken   und   warm, der Klimawandel ließ bereits zu Jahresbeginn grüßen. Unsere Reben gehen aufgrund der milden Temperaturen früh in den Saft. Ende März und Mitte April hatten wir regional leichte Frostschäden zu verzeichnen. Die extreme Trockenheit führte gemeinsam mit den Frostschäden zu einem sehr unterschiedlichen Austrieb. Hier war es wichtig schwache und überschüssige Triebe gleich zu entfernen, um den Rebstock zu entlasten. Ende Mai dann ausgiebige Regenfälle, die sich bis in den Juni hineinziehen, die Reben konnten in dieser wichtigen Wachstumsphase ausreichend mit Wasser versorgt werden. Das kühlere Wetter im Juni führt zu einer langgezogenen Blüte, die wiederum zu unterschiedlicher Reife bei den einzelnen Trauben führte. Im Juli und August war es wichtig   zurückgebliebene   grüne   Trauben großzügig auszuschneiden und die Mengen weiter zu reduzieren, um eine gleichmäßigere Reife zu bekommen -Klasse   statt   Masse! Der Sommer war ausgewogen und nicht zu heiß. Das Glück ist mit den Fleißigen und   der   Erntemonat   September   zeigte   sich   dann   sehr   stabil   mit   warmen Föhnwinden   tagsüber   und   frischen   Nächten, perfekt   für   eine   feine Aromenbildung und gute Endreife. Das Zuwarten hat uns wirklich sehr belohnt und wir konnten sehr zufriedenstellende Qualitäten bei etwas kleinerer Menge einbringen. Der Jahrgang 2020 geht als herrlich unaufgeregter und "klassischer" Jahrgang in unsere Annalen ein.

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