Der ZANTHO-Jahrgang 2011 *****

Das alte Jahr klang mit frostig kalten Temperaturen bis knapp -20°C im Seewinkel aus – ein strenger Winter machte unseren Reben ordentlich zu schaffen. Mit einigen wärmeren Unterbrechungen dauerte die kalte Jahreszeit bis Ende Februar an und erst Anfang März kam dann ein deutlicher Wetterumschwung und der Frühling zeigte sich mit warmem Wetter und ausreichend Regen. Der Austrieb setzte Anfang bis Mitte April rund zwei Wochen früher als im langjährigen Schnitt ein und ein früher Jahrgang kündigte sich an. Eine strenge Inspektion der Reben zeigte, dass die Frostschäden geringer ausgefallen waren als befürchtet. Warmes Wetter und regelmäßiger Niederschlag ließen die Reben im April schön gleichmäßig austreiben und das Wachstum schritt zügig voran.

Anfang Mai hielten dann die „Eismänner“ Einzug in Andau und sehr kalte Temperaturen ließen uns noch einmal Zittern. Die Weinblüte verlief optimal Anfang Juni - regelmäßiger Sonnenschein, kühle Nächte und der eine oder andere Regenguss ließen die Reben rasch wachsen und wir hatten Mühe mit der Arbeit nachzukommen. Die erste Juli Hälfte zeigte sich mit hochsommerlichen Temperaturen bis 36°C, einige starke Sommergewitter mit teilweise starkem Niederschlag ließen in unserer Region die zweite Julihälfte und den Anfang vom August feucht ausfallen – der zeitliche Vorsprung durch den frühen Austrieb und den optimalen Frühlingsverlauf waren vorerst vergeben. Doch in der zweiten Augusthälfte kam der Sommer wieder zurück, viele heiße Sonnentage und warmer Wind ließen die Trauben sehr rasch voll heranreifen.

Ein langer Altweibersommer mit 25°C brachte perfektes Lesewetter und ließ uns heuer bereits sehr früh in der ersten Septemberwoche mit der Lese beginnen. Vollkommen gesunde und schön ausgereifte Trauben wurden ohne „Wetterstress“ teilweise mit Rekordzuckerwerten eingebracht. Die Trauben strotzten nur so vor Frucht und die Natur bescherte uns auch eine mengenmäßig tolle Ernte die keine Wünsche offen ließ. Erstmalig in unserer Geschichte konnten wir die Hauptlese heuer noch im September abschließen und erst kürzlich zum „Krampus“ konnten wir noch eine tief-fruchtige Beerenauslese von der Scheurebe einbringen.

Wir freuen uns über einen großartigen Jahrgang der vor allem beim Rotwein sehr hohe Qualitäten gebracht hat. Die Jungweine zeigen sich allesamt sehr zugänglich, harmonisch und balanciert was sicherlich auf den optimalen und gleichmäßigen Witterungsverlauf bei uns im Seewinkel zurückzuführen ist. Die Weine aus 2011 werden früh anzutrinken sein und sicher über eine längere Lebensspanne verfügen – die Zeit wird es weisen ob wir Recht behalten, schließlich liegt die Wahrheit beim Wein immer hinter dem Kork (oder Glasverschluss ;-)

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